München gehört neben Berlin und Hamburg zu den schönsten und beliebtesten Städten der Touristen aus aller Welt. Die Sehenswürdigkeiten in München scheinen unendlich, aber hier sind die Top 10. München heißt auch die Kurzurlauber und Wochenendgäste willkommen, da die schönsten Sehenswürdigkeiten kompakt in der Stadtmitte liegen und viele davon sogar zu Fuß erreichbar sind. München hat zwar auch jede Menge sehr interessanter Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadt, aber meist benötigt man hierfür einen halben oder ganzen Tag.
Die nachfolgende Liste der Top 10 Sehenswürdigkeiten in München beschränkt sich daher auf die schönsten und interessantesten Orte innerhalb des Mittleren Rings. Die beste Zeit verbringt man in München von Mai bis November, wenn die Biergärten und Straßencafés schon oder noch geöffnet haben.

Top 10 Sehenswürdigkeiten in München:
- Marienplatz und Neues Rathaus
- Deutsches Museum
- Münchner Residenz
- Olympiazentrum und Olympiastadion
- Schloß Nymphenburg
- Alte Pinakothek
- Neue Pinakothek
- Pinakothek der Moderne
- Oktoberfest
- Hofbräuhaus am Platzl
Marienplatz und Neues Rathaus

Der Marienplatz und das Neue Rathaus im Herzen von München bilden das Zentrum von München. Schon Heinrich der Löwe machte den Marienplatz bei der Gründung von München zum Zentrum der Stadt. In der Mitte vom Marienplatz befindet sich die Mariensäule und der Fischbrunnen ist wohl einer der beliebtesten Treffpunkte der Stadt, weil sich hier unter dem Marienplatz alle U- und S- Bahnen kreuzen. Der Marienplatz selbst wird beherrscht vom Neuen Rathaus, das zwischen 1867 und 1908 erbaut wurde. Weltberühmt ist das Glockenspiel, das täglich um 11.00 Uhr und 12.00 Uhr sowie von März bis Oktober auch um 17.00 Uhr stattfindet. Vom Marienplatz aus kann man München in jede Himmelsrichtung aus erkunden, westlich die Shopping-Meile Kaufinger Strasse, südlich zum Viktualienmarkt, östlich ins Tal und zum Isartor und nördlich in Richtung Odeonsplatz über die Theatinerstrasse. Schon allein rund um den Marienplatz lassen sich so viele Sehenswürdigkeiten entdecken, dass man damit locker einen Tag füllen kann.
Deutsches Museum
Das Deutsche Museum an der Isar ist das größte und älteste Museum der Welt. Das Besondere am Deutschen Museum sind die unzähligen Möglichkeiten zum Erleben der Ausstellung dank Vorführungen und interaktiven Medien. Nur im Deutschen Museum in München kann man an einem Ort und in einem Museum so viele einzigartige Exponate sehen, wie z.B. das erste deutsche U-Boot, die erste Lokomotive aus 1879 oder den ersten Benz von 1886. Besonders beliebt bei Jung und Alt ist die Abteilung Luft- und Raumfahrt, wo viele Pinonierflugzeuge ausgestellt sind, z.B. der Standard-Typ-A der Gebrüder Wright. Doch beim Besuch des Deutschen Museum ist ein Tag schnell vorbei. Daher sollte man hier unbedingt einen ganzen Tag einplanen.
Münchner Residenz
Die Münchner Residenz entwickelte sich aus einer Wasserburg zu einem riesigen Komplex mit 7 Höfen und war bis 1918 der Wohn- und Regierungssitz der Wittelsbacher in München. Einzigartig ist das Antiquarium, das Herzog Albrecht V. von 1568 bis 1571 errichten lies. Das 69 Meter lange Gewölbe wird von allegorischen Fresken, Malereien und Ansichten bayerischer Landschaften geziert. Die Schatzkammer der Münchner Residenz aus dem 16. Jahrhundert umfasst Goldschmiedearbeiten, Porzellan und die Kronjuwelen der Wittelsbacher. In einem Seitentrakt der Münchner Residenz befindet sich das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst, das 1970 eröffnet wurde. Sehenswert ist auch die Staatliche Münzsammlung mit der weltweit größten Münzsammlung. Abwechslung und Erholung bietet der Hofgarten, der schon 1613 angelegt wurde und in der Mitte einen Pavillon von Heinrich Schön enthält, der 1615 errichtet wurde. An der östlichen Seite des Hofgarten befindet sich die Bayerische Staatskanzlei.
Olympiazentrum und Olympiastadion
Das Olympiazentrum rund um den 290 Meter hohen Olympiaturm ist anlässlich der Olympischen Spiele 1972 in München entstanden. Den besten Überblick Überblick über den weitläufigen Olympiapark erhält man am besten auf der Aussichtsplattform des Olympiaturms, der mit einem Schnellaufzug leicht und zügig zu erreichen ist. Von hier aus sieht man direkt in das Olympiastadion hinein, das wie die Olympiahalle und die Schwimmhalle von einem transparenten Zeltdach überspannt wird.

Bis heute gilt die transparente Hülle des Olympiaparks der Architekten Behnisch & Partner als architektonisches Meisterwerk. Die Olympia-Schwimmhalle wird heute noch als Schwimmbad benutzt und gehört nach wie vor zu den größten Schwimmhallen in Europa. Im August finden unterhalb des Olympiastadions einige Musik-Festivals statt, vor allem der Theatron Musiksommer am Olympiasee. Die Attraktivität des Olympiaparks wurde auch durch den Neubau des Aquarium “Sea Life” nochmals deutlich gesteigert, wo Besucher auf knapp 2.200 qm die Unterwasserwelt von der Isar bis in die Tiefen des tropischen Ozeans mit mehr als 10.000 Tiere aus 150 Arten bestauen können.
Schloß Nymphenburg
Das Schloss Nymphenburg im Münchner Westen im Stadtteil Nymphenburg gehört ebenfalls zu den beliebtesten Attraktionen in Bayern und bildet mit dem Schlosspark Nymphenburg und den kleinen „Parkburgen“ eine Einheit. Das Schloß Nymphenburg zählt zu den großen Königsschlössern in Europa und ist das Werk zahlreicher unterschiedlicher Baumeister und Erschaffer. Zu den Highlights des Schloß Nymphenburgs zählen der Schloßpark, das Marstallmuseum, die Badenburg, Amalienburg und Pagodenburg sowie die Porzellanmanufaktur.

Das Schloß Nymphenburg selbst ist in mehreren Phasen entstanden, der Mittelbau als ältester Teil 1664. Es folgten 1701 die Seitenflügel im Auftrag von Maximilian II Emanuel. Wichtigster Baumeister der Schloßanlagen war Joseph Effner.
Museumsviertel München
Das Museumsviertel in München bietet inzwischen in 4 Museen Kunstwerke aus dem 15. Jahrhundert bis zur modernen Gegenwart, verteilt auf die Alte Pinakothek, Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne und Brandhorst Sammlung. Die Alte Pinakothek wurde 1836 noch von Ludwig I. gegründet und umfasst Sammlungen der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Auch Kunstwerke aus aufgelösten Kirchen und Klöster sind dabei. Besondere Bedeutung haben die Gemälde der Dürer Sammlung und der Rubens Sammlung. Außerdem sollte man die Alexanderschlacht von Albrecht Altdorfer, die Beweinung Christi von Sandro Botticelli, das Portrait des Kaiser Karl V. von Tizian und die Entkleidung Christi von El Greco unbedingt anschauen.
Die Neue Pinakothek wurde ebenfalls von Ludwig I. 1853 mit Kunstwerken aus der königlichen Sammlung gegründet, ist aber 1944 während des II. Weltkrieg zerstört worden. Im Neubau der Neuen Pinakothek aus dem Jahr 1981 befinden sich vor allem Kunstwerke aus dem 19. Jahrhundert, die insgesamt zu der bedeutendsten Sammlung auf der Welt gehört. Dem Besucher werden herausragende Werke europäischer Malerei und Skulpturen angeboten, darunter Vertreter des deutschen und französischen Impressionismus, aber auch Ausstellungsstücke des Symbolismus und aus der Biedermeier Zeit. Vor allem die Werke von Caspar David Friedrich und Hans von Marées sind in der Neuen Pinakothek einzigartig.
Die Pinakothek der Moderne entstand 2002 nach den Plänen des Architekten Stephan Braunfels und enthält vor allem Kunst des 20. und 21. Jahrhundert. Die Pinakothek der Moderne enthält die Sammlung Klassische Moderne mit Werken von Kirchner, Nolde, Picasso, Klee und Beckmann. Die Sammlung “Kunst der Gegenwart” zeigt vor allem Kunstwerke ab 1960, darunter vor allem Werke von Beuys, Baselitz, Warhol und Twombly. Sehr reichhaltig ist auch die Grafik Sammlung, die u.a. Werke der Altmeister Rembrandt und Cezanne und Grafiken von Baselitz und Wols enthält. Im Erdgeschoss der Pinakothek der Moderne befindet sich zudem die Architektur Sammlung, die in Wechselausstellungen etwa 350.000 Zeichnungen, 100.000 Fotografien und 500 Modelle aus der Architektur präsentiert. Im Untergeschoss werden im Rahmen der Design Sammlung etwa 60.000 moderne Gebrauchsgegenstände ausgestellt.
Oktoberfest München

Das Oktoberfest in München ist das größte Volksfest der Welt, das alljährlich im September vom Münchner Oberbürgermeister mit den berühmten Worten "O`zapft is" eröffnet wird. Rund 6 Millionen Wiesn-Besucher jährlich pilgern in die Stadt München und lassen kein Bett mehr frei. Begonnen hat die Geschichte des Oktoberfests 1810 mit einer Hochzeitsfeier anlässlich der Hochzeit des Kronprinzen und späteren Königs Ludwig I. mit Prinzessin Therese von Sachsen- Hildburghausen. Genau genommen nahm das Oktoberfest am 17. Oktober 1810 seinen Anfang, als zu Ehren der Hochzeit ein großes Pferderennen auf der Theresienwiese veranstaltet wurde, das aufgrund der großen Beliebtheit bei der Münchner Bevölkerung auch in den folgenden Jahren wiederholt wurde, begleitet vom Zentral Landwirtschaftsfest (ZLF). Nach Ende des Königreich Bayerns entwickelte sich das Oktoberfest in München zunehmend zu einem Bürgerfest, das immer mehr durch die Münchner Brauereien und ihre großen und kleinen Festzelte geprägt wurde. Inzwischen ist es weltweit das größte Bierfest, für das ein besonderes Oktoberfestbier gebraut und in alle Welt exportiert wird.
Hofbräuhaus am Platzl

Sehr viele Touristen in München sind als erstes auf der Suche nach dem Hofbräuhaus am Platzl, das sich inzwischen im Eigentum des Freistaats Bayern befindet. Urvater des Hofbräuhaus war Herzog Maximilian I., der neben vielen anderen weißen Brauhäusern in Bayern 1607 auch in München eine Weißbierbrauerei errichten ließ. Damals konnte man noch nicht ahnen, dass dieses Weiße Hofbräuhaus einmal eine der berühmtesten Adressen der Welt sein wird. Das Geschäft mit dem Weißbier boomte dank dem Wittelsbacher Weißbier-Monopol fast 200 Jahre lang und die Wittelsbacher Herzöge machten ein riesiges Geschäft mit ihren Weißbierbrauereien quer durch Bayern. Nicht zu vergessen das Bier nach Ainpockhischer Art, aus dem im Laufe der Zeit der Hofbräu Maibock wurde, das erste und älteste Starkbier aus München. 1806 wurde aus dem Hofbräuhaus am Platzl das Königliche Hofbräuhaus, da Bayern in diesem Jahr zum Königreich erhoben wurde. Im Jahr 1852 übertrug König Maximilian II Joseph von Bayern dieses Hofbräuhaus samt Brauerei an den Bayerischen Staat und 1896 verlegte Prinzregent Luitpold die Hofbräu Brauerei nach Haidhausen, da die Brauerei am Platzl schon aus allen Nähten platzte. Inzwischen befindet sich die Brauerei jedoch längst außerhalb der Innenstadt, da es auch in Haidhausen kein Platz mehr für eine Brauerei diesen Ausmaßes gab.
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